Coronavirus

Yoga, ein Ausweg aus der Krise

Das Virus schlägt zu. Es macht uns Angst. Es verbreitet sich. Von Land zu Land. Es kommt immer näher. Die Gefahr steht plötzlich vor der Haustür. Aber die wahre Krise beginnt jetzt. Abstand halten. Alleine zu Hause. Ein kurzer Spaziergang. Und wieder nach Hause. Ein bisschen Hausarbeit. Etwas kochen. Mit Freunden telefonieren. Freunde und Familie halten Abstand. Einsamkeit. Mitten in der Großstadt.

Wir spüren einen ständigen Druck auf unserer Brust, als könnten wir nicht mehr richtig durchatmen.

Auch das kleine nette Gespräch mit einem Nachbarn, mit der Kassiererin im Supermarkt, mit einem Verkäufer oder einer Verkäuferin fällt weg.

Einsamkeit. Traurigkeit. Die Welt ist grau, auch wenn die Sonne scheint. Rettung ist nicht in Sicht. Ist in weiter Ferne. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Eine Umarmung würde sehr guttun. Ein Kuss. Ein Küsschen auf die Wange. Oder auch nur ein fester Händedruck. Ein leichter Klaps auf die Schulter. Oder gekniffen werden, Auch wenn es wehtut. Meinen Sohn umarmen. Richtig fest umarmen. Oder meine Tochter. Mein Enkel auf meinen Schoß setzen. Meinen Enkel an die Hand nehmen.

Einsamkeit. Die Sehnsucht nach Nähe wird immer größer.

Unser Körper ist bewegungslos und unser Geist befindet sich in einem Irrgarten. Und wir können den Ausgang nicht finden. Wir sind verzweifelt. Die Ausweglosigkeit macht uns krank. Wenn man in einem Biergarten keinen Ausgang findet, dann gibt es nur einen Ausweg. Nach oben.

Yoga ist die Leiter, die uns in den Himmel führt.

Mit Hatha-Yoga können wir lernen, unsere Sinne und unseren Geist zu beherrschen. Denn die Sinne sind wie wilde Pferde, die in jedem Moment ausreißen können. Und der Geist ist immer in Bewegung. Und nur eine kleine falsche Bewegung, kann die Pferde aufscheuchen. 

Mit Jñana-Yoga können wir das nötige Wissen erfahren. Das Wissen über uns selbst und über die Wahrheit.

Die höchste Stufe des Yoga ist aber Bhakti-Yoga. Das Yoga der Hingabe. Nun können wir unsere Perspektive verändern und den richtigen Weg finden. Den Weg, der uns zum Ausgang führt, der uns befreit. Der Weg, der uns in den Himmel führt und zu Gott, der uns mit offenen Armen erwartet.

Dieser Weg führt uns aus jedem Irrgarten heraus. Auch aus diesem, in dem wir gerade gefangen sind.

Sobald wir die richtige Richtung eingeschlagen haben, empfinden wir Trost.

Wunderbar.

Die Ängste verflüchtigen sich.

Wunderbar.

Und unsere Herzen verbinden sich.

Wunderbar.